MPU Ablauf

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MPU Ablauf
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Der MPU Ablauf ist im Grunde genommen für alle MPU Absolventen gleich . Es bestehen jedoch Besonderheiten bei Alkohol genauso wie bei Drogenvergehen. Wenn Sie eine MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) oder auch Idiotentest genannt absolvieren müssen, wenden Sie sich zunächst an die zuständige Fahrerlaubnisbehörde (Führerscheinstelle). Dort müssen Sie eine Einverständniserklärung unterschreiben und eine Begutachtungsstelle Ihrer Wahl nennen (Im der Regel eine der TÜV-Gruppe).

Die ausgewählte Begutachtungsstelle wird Sie über die nächsten Schritte informieren, sobald Ihre Akte von der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde eingetroffen ist. Sie können den Idiotentest auch verweigern, nur dann werden Sie Ihre Fahrerlaubnis auch nicht wieder erhalten. Es ist möglich die MPU drei Monate vor Ablauf der Sperrfrist zu beginnen, wenn Sie Ihren Antrag auf Neuerteilung stellen, mit Ausnahme von Niedersachsen (ein Monat). Den ersten Untersuchungstermin werden Sie, sobald Ihre Akte bei der Begutachtungsstelle angekommen ist und die Untersuchungsgebühr bezahlt worden ist, innerhalb von 14 Tagen erhalten.



MPU Ablauf

1. Medizinische Untersuchungen

In der medizinischen Untersuchung wird geprüft in welcher körperlichen Verfassung Sie sind und ob Sie körperliche Beschwerden haben. Zudem wird geprüft ob Sie Krankheiten haben, die momentan nicht behandelt werden, die aber eine Auswirkung auf den Straßenverkehr haben könnten.

Diese wird als allgemeine Untersuchung bezeichnet. Sie beinhaltet zudem eine körperliche Untersuchung indem Herz und Kreislauf geprüft wird. Ihr Puls und Blutdruck werden gemessen, die Haut an Hals, Armen und Gesicht werden auf Auffälligkeiten überprüft und Ihre Augen werden auf deren Leistungsfähigkeit getestet.

Nach der allgemeinen Untersuchung kommt eine neurologische Untersuchung auf Sie zu. Hier werden Nerven und Reflexe auf deren Funktionsfähigkeit überprüft.

Nach der allgemeinen und der neurologischen Untersuchung kommt noch eine anlassbezogene Untersuchung auf Sie zu.

2. Leistungsdiagnostischer Test

Im leistungsdiagnostischen Test wird die Reaktion, Aufmerksamkeit und das Konzentrationsvermögen getestet, sowie die Wahrnehmung des Teilnehmers. Diese Tests werden am Computer durchgeführt. Für Personen die Gesund sind, ist dieser Test in der Regel nicht schwierig. Der leistungsdiagnostische Test dauert zwischen 15 und 45 Minuten.

3. Fragebögen

Die schriftliche Befragung findet direkt vor der psychologischen Untersuchung (Gespräch) statt. Es werden 2 oder 3 Fragebögen ausgehändigt, abhängig davon ob Sie die MPU oder Idiotentest genannt wegen Alkohol, Drogen oder Punkten absolvieren müssen. Alle Fragebögen müssen mit persönlichen Daten ausgefüllt werden. Es werden zwischen 150 und 250 Fragen zu beantworten sein, der Großteil ist zum ankreuzen.

Der erste Fragebogen besteht aus Fragen zu Ihrem Lebenslauf, dabei geht es nur um relevante Themen für die MPU. Der zweite besteht aus Fragen zu ihrer Gesundheit und Erkrankungen. Sie bekommen einen dritten Fragebogen, wenn Sie die MPU wegen Drogen oder Alkohol angeordnet bekommen haben.

Weiter Informationen finden Sie auf den Unterseiten

DROGEN-MPU, ALKOHOL-MPU oder PUNKTE-MPU

4. Psychologische Untersuchung

In der psychologischen Untersuchung geht es darum, das ein Gutachter bei einem 45 minütigen Gespräch herausfinden muss, ob Sie wieder für den Straßenverkehr geeignet sind. Der psychologische Teil ist der Hauptteil der MPU.

Das Gespräch besteht aus einem allgemeinem Teil, mit Fragen zu Ihrer Person, die zum Beispiel Ihre Lebenssituation beinhaltet, sowie Fragen zu Ihrem Lebenslauf.

Im anlassbezogenen Teil wird sich der Gutachter mit Ihrem Vorfall beschäftigen. Der anlassbezogene Teil gibt Ihnen die Gelegenheit, den Vorfall ausführlich und aus Ihrer Sicht zu schildern, sowie Ihre Veränderungen und Erfahrungen die Sie gemacht haben. Ein anderes Thema wird sein, warum Sie Auffälligkeiten im Straßenverkehr zukünftig vermeiden werden.

Besonderheiten zum Ablauf:

Teilnehmer die Vorbereitet sind, sich mit ihrer Situation beschäftigt und auch damit auseinander gesetzt haben, sollten beruhigt in die psychologische Untersuchung (Gespräch) gehen. Der Gutachter hat meist jahrelange Erfahrung und merkt schon in den ersten Minuten, ob Sie sich vorbereitet haben. Wenn das der Fall ist, wird er das positiv aufnehmen und das Gespräch höchstwahrscheinlich angenehm für Sie gestalten.

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