Drogen MPU

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Drogen MPU
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Es bestehen 2 Möglichkeiten warum eine Drogen MPU absolviert werden muss. Eine davon ist das der Behörde Hinweise vorliegen, das die Person gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen hat. Die ander Möglichkeit ist, das der Führerscheinbesitzer mit Drogeneinfluss im Straßenverkehr aufgefallen ist.



Die 4 Kategorien der Drogen MPU:

D1 (Drogenabhängigkeit)

Die analysierten Werte dieser Führerscheinbesitzer sind extrem hoch. Sie belegen eine Drogensucht und einen hochriskanten Mischkonsum mehrerer Drogen. Der Absitenzzeitraum beträgt mindestens 1 Jahr.

D2 (Missbrauch)

In dieser Kategorie werden Personen eingestuft, die mehrere Drogen in regelmäßigen Abständen zu sich nehmen oder auch nur eine Droge nehmen, die ein hohes Suchtpotential haben. Dies trifft auch auf Führerscheinbesitzer zu, die Cannabis langjährig und chronisch konsumieren. Der Abstinenznachweis beträgt 12 Monate.

D3 (Drogengefährdung)

Bei häufigem Cannabiskonsum wird der Führerscheinbesitzer in Kategorie D3 eingestuft oder wenn er nur gelegentlich eine Droge mit hohem Suchtpotential einnimmt. Hier beträgt der Abstinenzzeitraum 6 Monate.

D4 (gelegentlicher Konsum)

Wenn die Werte sehr gering sind und so nachgewiesen werden kann das der Führerscheinbesitzer ausschließlich Cannabis konsumiert hat, beträgt der vorgeschriebene Abstinenzzeitraum nur 3 Monate. Voraussetzung ist, das kein Hinweis vorliegt, dass der Führerscheinbesitzer eine Gefahr für sich oder seine Mitmenschen darstellt.

Ablauf

Auf der Seite MPU- Ablauf finden sie ausführliche Informationen zum Ablauf einer MPU. Hier werden nur noch einzelne Informationen ergänzt, die mit einer MPU wegen Drogen zusammenhängen.

Medizinische Untersuchungen

Nach dem allgemeinen – und neurologischen Teil der medizinischen Untersuchungen kommt ein anlassbezogener Teil auf Sie zu. Hierbei werden Sie aufgefordert Ihre Nachweise abzugeben, die Sie je nach Anordnung seit 3-18 Monaten durchgeführt haben. Zudem müssen Sie eine letzte Urin- oder Blutprobe abgeben. Hier wird noch einmal Ihr aktueller Wert überprüft. Wenn Sie sich an die Abstinenzanordnung gehalten haben können Sie dies mit reinem Gewissen machen.

Weiter Infos zum Thema finden Sie unter Nachweise

Leistungsdiagnostischer Test

Der leistungsdiagnostische Test wird bei Teilnehmern die mit Drogen auffällig geworden sind, rund 45 Minuten dauern. Dieser Test wird sehr genau durchgeführt um Beeinträchtigungen oder Folgeschäden auszuschließen.

Fragebögen

Die schriftliche Befragung findet direkt vor der psychologischen Untersuchung (Gespräch) statt. Sie bekommen einen dritten Fragebogen, auf dem Sie Auskunft über ihre Drogenvorgeschichte geben müssen. Es werden einige unangenehme Fragen auf Sie zukommen, die Sie alle wahrheitsgemäß beantworten müssen. Die 3 Fragebögen bestehen aus 150 bis 250 Fragen, die angekreuzt werden müssen.

Psychologische Untersuchung

In der psychologischen Untersuchung geht es darum, das ein Gutachter bei einem 45 minütigen Gespräch herausfinden muss, ob Sie wieder für den Straßenverkehr geeignet sind. Der psychologische Teil ist der Hauptteil der MPU. Dieses Gespräch gibt Ihnen die Gelegenheit das Ereignis aus Ihrer Sicht zu schildern, sowie Ihre Veränderungen, die Erfahrungen die Sie gemacht haben und warum Sie Auffälligkeiten im Straßenverkehr zukünftig vermeiden werden.

Zu den Themen die auf der Seite MPU-Ablauf schon allgemein beschrieben worden sind, kommt für Personen die wegen Drogen eine MPU machen müssen, noch ein kurzes anlassbezogenes Gespräch hinzu.

Themen des anlassbezogenem Gespräch:
  • ein Gespräch zu Ihrer Drogenvergangenheit
  • wie es zur Drogenfahrt kommen konnte
  • Verhaltens- und Einstellungsänderungen werden überprüft
  • wie Sie sich vor einem Rückfall schützen

Es ist wichtig das Sie nichts erzählen das mit den Messwerten nicht übereinstimmen kann, wie zum Beispiel das Sie die Droge nur einmal ausprobiert haben, am Vorfalltag aber einen sehr hohen Wert hatten. Wenn Sie dies doch machen sollten, wird der Gutachter Sie sofort als unglaubwürdig einstufen und das negative Gutachten ist Ihnen sicher. Versuchen Sie unnötige Details für sich zu behalten. Erkundigen Sie sich vor dem Gespräch was genau in Ihrer Führerscheinakte vermerkt ist.

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